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"Blaues Wunder" für
mehr Bits und Bytes Um den Speicherplatz auf einer Scheibe zu erhöhen, müssen die Abstände der Informations-Pits immer enger zusammenrücken. Während die Grübchen auf einer CD noch 1,6 Tausendstel Millimeter voneinander entfernt liegen, schrumpft ihre Distanz auf einer DVD auf 0,74 und bei einer Blu-ray-Disc auf ganze 0,32 Tausendstel Millimeter.
Rein äußerlich betrachtet unterscheiden sich CD und DVD kaum von der Blu-ray Disc, aber ihr Name verrät schon ihre Besonderheit. Während bei der CD ein infraroter Laserstrahl und bei der DVD ein roter Laserstrahl die Daten liest, arbeitet das neue Format mit blauem Laserlicht. "Die kürzere Wellenlänge von blauem Licht ermöglicht es, viel kleiner geschriebene Informationen zu lesen, wodurch eine höhere Speicherdichte auf den Scheiben möglich wird", erklärt Dr. Friedrich-Karl Bruder, Projektleiter bei Bayer Polymers, einem der größten Kunststoff-Hersteller der Welt. Auf optischen Datenspeichern wie CD und DVD werden die digitalen Informationen in Form von mikroskopisch kleinen Grübchen abgelegt. Diese so genannten "Pits" sind in einer durchgehenden spiralförmigen Spur von innen nach außen angeordnet. Keine Frage: Das erfordert einen besonderen Kunststoff. Er muss diese winzigen Strukturen nicht nur extrem genau abbilden können, sondern auch hervorragende optische Eigenschaften aufweisen. Und wärmeunempfindlich muss er sein. Denn eine DVD wie auch CD darf sich nicht verformen, wenn sie sich etwa auf der sonnenbeschienenen Brüstung der Autoinstrumententafel aufheizt. Fast jede dritte CD in Europa wird daher aus Makrolon gefertigt – einem Kunststoff, der vor 50 Jahren bei Bayer erfunden wurde. Neben einem mehrmals beschreibbaren so genannten "RW-Format" soll die Blu-ray-Disc auch als einmal beschreibbares "R-Format" angeboten werden. Deshalb setzen die Forscher von Bayer auf Farbstoffe als Informationsspeicher. Beim Beschreiben wird dieser Farbstoff punktweise durch die Hitze des fokussierten Laserstrahls zersetzt, wodurch sich seine optischen Eigenschaften verändern und Informationen gespeichert werden können. "Nach unzähligen Tests haben wir schließlich einen Farbstoff mit optimalem Eigenschaftsprofil gefunden", erläutert der Bayer-Chemiker Dr. Horst Berneth. Während der Abstand zwischen den einzelnen Windungen der Pit-Spur bei der CD 1,6 tausendstel Millimeter beträgt, konnte er im Farbstoff auf 0,32 tausendstel Millimeter verkleinert werden. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist rund 200-mal so dick. Die Speicherkapazität steigt dadurch um das 35-fache auf 27 Gigabyte – eine Datenmenge, die 8,5 Millionen beschriebenen DIN-A4-Seiten entspricht. Als Trägermaterial für den Farbstoff bietet sich übrigens auch wieder Makrolon an – vor allem, weil es form- und wärmebeständig ist. Zum Schluss ein Blick in die fernere digitale Zukunft: Auch im Falle der vierten Generation optischer Datenträger könnte ein neuer, entsprechend angepasster Makrolon-Typ Material der Wahl sein. Bei der so genannten "surface recording Disc" werden die Daten direkt auf der Oberfläche gespeichert. Sie soll Informationen von über 100 Gigabyte aufnehmen können. Damit würde dann die gesamte Videosammlung auf eine einzige kleine Kunststoffscheibe passen. Wahre paradiesische Aussichten für den ordnungsliebenden Filmfan ... |
Abkürzung für "Digital Versatile Disc" (versatile = vielseitig bzw. vielseitig verwendbar; DVD hieß auch mal "Digital Video Disc") DVD will als universeller Multimediastandard Compact-Discs, Videokassetten, CD-ROMs und PC-Wechselplatten ablösen. Äußerlich kaum von der etablierten Compact-Disc (CD) zu unterscheiden, beeindrucken die inneren Werte. Man unterscheidet ...
Diese Angaben gelten für DVD-ROMs bzw. DVD-Video - also DVDs, die nur gelesen werden können! Weitere Eigenschaften der DVD-Technologie sind:
Die zum Abspielen des neuen Formats notwendigen DVD-Player (Abspielgeräte) wurden auf der Internationalen Funkausstellung 1997 von nahezu allen namhaften Herstellern erstmals vorgestellt und kamen 1998 auch in Deutschland für weniger als 1000 Mark auf den Markt.
c't warnt vor
Etiketten auf DVDs Individuell gestaltete Labels können bei DVDs zu Datenverlust führen. Klebeetiketten verbiegen die Silberscheiben, sodass die Daten meist nicht mehr lesbar sind. CDs sind währenddessen weniger empfindlich, hat ein Test des Computermagazins c't in der Ausgabe 9/04 gezeigt. Als Geschenk oder fürs Archiv: Mit schicken Klebeetiketten lassen sich CDs oder DVDs individuell gestalten. Doch bei DVDs sollte man besser die Finger davon lassen, rät c't-Redakteur Hartmut Gieselmann: "Der mechanische Verzug, der durch die zusätzliche Klebeschicht entsteht, verbiegt die Silberscheiben und macht sie damit häufig unlesbar." Wer seine CDs bekleben möchte und Wert auf gute Druckqualität legt, sollte bei der Etikettenauswahl etwas mehr Geld ausgeben. Im c't-Test erwiesen sich die matten Papierlabel allenfalls für große Beschriftungen als brauchbar. Für Fotos und Grafiken bieten sich eher teurere Glossy-Ausführungen oder Hermas Silberfolie an. Aber auch das Bekleben von CDs birgt Risiken: In Umgebungen mit starken Temperaturveränderungen wie etwa im Auto können sich die Label lösen und so die Laufwerksmechanik empfindlich stören. "Auch für Langzeitarchivierungen von Daten sollte man auf Klebeetiketten besser verzichten", rät c't-Experte Hartmut Gieselmann. Als Alternative zu den Klebeetiketten auf CDs und DVDs bietet sich
nach wie vor der gute alte wasserfeste Filzstift an. Kugelschreiber sind
aufgrund ihrer zerstörerischen Kratzwirkung nach wie vor tabu. Wenn es
schick werden soll, kann man zu extra beschichteten Rohlingen greifen,
die sich direkt mit einem speziellen Tintenstrahldrucker bedrucken
lassen. |
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DVD übertrifft alle
Erwartungen Ob in Wirtschaft oder Politik – Prognosen werden ständig verändert. Doch in letzter Zeit haben wir uns beinahe daran gewöhnt, das Wachstums- und Umsatzerwartungen nach unten korrigiert werden. Ganz anders verhält es sich bei der Marktentwicklung von DVD. So berichtigte die DVD-Arbeitsgemeinschaft bereits im April 2002 ihre im Dezember des Vorjahres aufgestellte Prognose für Ende 2002 von 5 Millionen DVD-Playern in den bundesdeutschen Haushalten auf 5,2 Millionen Geräte. Sieben Monate später sprechen alle vorliegenden Marktdaten und Erwartungen der Hardwareindustrie für das Weihnachtsgeschäft dafür, dass sich die Anzahl der mit DVD-Playern ausgestatteten privaten Haushalte bis Ende des Jahres auf 6,6 Millionen erhöhen wird. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von über 135 % und einer Haushaltspenetration von 18 %. Damit erreicht Deutschland eine Wachstumsquote, die von keinem anderen europäischen Land übertroffen wird. DVD-Titelumsatz beeindruckend gesteigert Diese alle Rekorde brechende Entwicklung des Geräteabsatzes setzt sich bei den DVD-Titelverkäufen fort. So konnten die wichtigsten europäischen Länder von Januar bis Juni 2002 rund 35,5 Millionen DVD-Videos verkaufen. In Deutschland wurden allein auf DVD über 14 Millionen Filme, Musik- sowie Kinder- und Familientitel abgesetzt. Die DVD-Veröffentlichungen der großen Kinoerfolge "Der Schuh des Manitu" (BMG Video, 19. Januar) und "Harry Potter und der Stein der Weisen" (Warner Home Video, 10. Mai) trugen maßgeblich zum Erreichen dieser beeindruckenden Stückzahl bei. Gleichzeitig sorgten sie dafür, dass sich die DVD-Technologie in der Zielgruppe der Familien immer weiter etablieren konnte. Prognose Bis Ende des Jahres rechnen die Programmanbieter mit einem Verkauf von über 40 Millionen DVDs. Eine Zahl, die in Anbetracht eines Angebotes von weit über 6.000 Titeln und der Veröffentlichungen von "Der Herr der Ringe: Die Gefährten" (Warner Home Video, 6. August), "Monster AG" (Buena Vista, 12. September), "Ice Age" (20th Century Fox, 28. Oktober) und "Spider-Man" (Columbia TriStar, 5. Dezember) mehr als realistisch erscheint.
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DVD eröffnet zudem die Perspektive, im heimischen Wohnzimmer nicht nur Filme, sondern auch reine Musikproduktionen in perfektem 6-Kanal-Sound erklingen lassen zu können. DVD-Audio ist mit der Audio CD (16 bit/44 kHz) vergleichbar, arbeitet jedoch mit höherer Auflösung und Sampling-Frequenz (bis zu 24 bit/192 kHz).
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DVDs brennen wird
erschwinglich Nach vier Jahren Wartezeit kommen endlich DVD-Brenner und beschreibbare DVDs zu erschwinglichen Preisen auf den Markt. Das Computermagazin c't beschreibt in seiner Ausgabe 06/01 Einsatzmöglichkeiten des Mediums. Bisher gab es keine für Privatleute erschwingliche Möglichkeit, selbst DVDs zu erzeugen. Recorder waren erst für fünfstellige Beträge erhältlich, ein einfach beschreibbares Medium kostete um die 100 Mark. Für Ende März kündigte Apple einen G4-Macintosh mit DVD-R-Recorder und Medien zu einem Einzelpreis unter dreißig Mark an. Das für 2000 Mark gerade noch erschwingliche entsprechende Laufwerk auch für den allgemeinen Gebrauch will Pioneer auf der CeBIT vorstellen. Sowohl DVD-ROM-Laufwerke in Rechnern als auch DVD-Video-Player sollen selbst gebrannte DVD-R-Medien problemlos lesen können. Mit dem richtigen Brenner lässt sich eine DVD-ROM ebenso einfach wie eine CD-ROM oder eine Audio-CD erstellen. Bei der Herstellung eigener Video-DVDs benötigt man jedoch zur Bündelung und Strukturierung der Audio- und Videodaten auf den Datenträger DVD-Authoring-Programme. Sie ermöglichen inhaltliche Gestaltung, Menüs für die Navigation, Einfügen von Untertiteln, synchrone Tonspuren mit mehreren Kanälen und in verschiedenen Sprachen. |
Beschreib- und löschbare DVD-Technik, die von Hitachi, Panasonic und Toshiba unterstützt wird - mit folgenden Spezifikationen:
Konfus stellt (stellte) sich die Situation bei der DVD als Speichermedium für Personal Computer dar. Zwar ist man sich über den Standard für das Nur-Lese-Medium DVD-ROM schnell einig gewesen, doch bei der wiederbeschreibbaren DVD wurde der Zukunftsmarkt vorerst in die drei Lager "DVD-RAM", "DVD+RW" und "DVD-RW" gespalten es droht(e) ein Systemkrieg wie ehedem zwischen VHS, Video 2000 und Betamax.
IFA 2003: Neun
Hersteller gründen DVD-RAM-Allianz Neun führende Unternehmen der Unterhaltungselektronik haben sich zur sogenannten "RAM Promotion Group" (RAMPRG) zusammengeschlossen. Das haben die Unternehmen auf der Internationalen Funkausstellung 2003 in Berlin verkündet. Aufgabe der neuen Vereinigung sei es, das DVD-RAM-Format zu fördern und die damit arbeitenden Geräte populärer zu machen. Zu den Mitgliedern der Vereinigung gehören Hitachi Maxell, LG-Electronics, Matsushita Electric Industrial (Panasonic), Samsung, Teac, Toshiba und die Victor Company of Japan. Die RAMPRG will künftig eine Reihe von Aktivitäten starten, die die Vorteile des Formats beim Einsatz in PCs, in der Unterhaltungselektronik und anderen Anwendungsbereichen vorstellen soll. "Wenn die Kunden dank der Arbeit der RAM Promotion Group mehr über die Vorteile der DVD-RAM erfahren, wird sich der Marktanteil dieses Formats und der entsprechenden Geräte erhöhen", so Mun-Hwa Park, Präsident der Hitachi-LG Data-Storage. Weltweit hat "DVD-RAM" derzeit einen Marktanteil von weit über 50
Prozent, wie Fumio Ohtsubo, Vorstandsmitglied von Matsushita Electric
Industrial, auf der IFA-Pressekonferenz von Panasonic erkläuterte. In
Europa und insbesondere in Deutschland sei der Marktanteil von DVD-RAM
dagegen um einiges geringer. So läge hierzulande mit etwas über 50
Prozent derzeit das "DVD+"-Format vorne, während das "DVD-RAM"-Format
bei etwa 36 Prozent läge. Panasonics Ziel sei es, den Marktanteil von "DVD-RAM"
weiter zu erhöhen, so Ohtsubo. |
1. DVD-RAM-Standard endlich
perfekt Eine endgültige Spezifikation für die zukünftige DVD-RAM hat das DVD-Forum auf einer Konferenz in Berlin abgesegnet. Dies teilte Nick Sundby, Produkt-Manager Hitachi Europa, auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in München mit. Aus den unterschiedlichen Vorschlägen der beiden Fraktionen innerhalb des Forums flossen die jeweiligen Vorzüge in die verabschiedete Spezifikation ein. Zum einen beträfe dies den Einsatz von "Lands" und "Grooves" (Berge und Täler) zur Aufzeichnung von Daten, wie im Konzept der Firmen Hitachi, Toshiba, Matsushita, Mitsubishi und JVC vorgesehen. Zusätzlich würden diese Datenspuren aber auch in Wellenlinien ausgeführt sein. Diese Technik bringen Sony und Philips in den gemeinsamen Vorschlag mit ein. Die Kombination beider Modelle führe in der Praxis zu einer drastischen Steigerung der Fehlertoleranz der DVD-RAM. Jetzt bestehe sogar die Möglichkeit, entgegen ursprünglicher Planungen auf einen Schutz-Caddy für die Disk zu verzichten. Sundby zufolge startet Hitachi mit der Massenproduktion von DVD-RAM-Laufwerken innerhalb der nächsten drei Monate. Im Laufe des folgenden Jahres dürfte demnach mit den ersten Geräten zu rechnen sein, die dann vollständig kompatibel zu sämtlichen DVD- und CD-Formaten sein sollen. Ergänzung: DVD-RAMs sollen bis zu 100.000mal lösch- und beschreibbar sein. ... und knapp 5 Monate später: HP, Mitsubishi, Philips, Ricoh, Sony und Yamaha - die sechs Firmen, die den DVD+RW-Standard für beschreibbare DVD-Medien unterstützen - haben die CeBIT 1998 dazu genutzt, erstmals ihre Plattform in der Öffentlichkeit zu demonstrieren. Den Firmensprechern zufolge liegen die Vorteile von DVD+RW im Vergleich zum Konkurrenten DVD-RAM
Die DVD-RAM-Fraktion, zu der Toshiba und Hitachi gehören, hatten allerdings einen großen Vorteil: ihr System war marktreif und verfügbar. Marktexperten gehen davon aus, daß im Markt genügend Platz für beide Standards ist und es zumindest kurzfristig keinen eindeutigen Sieger geben wird. Übernimmt die OSTA die DVD-Definition? 1999 soll die OSTA sich der Definition der verschiedenen DVD-Formate - DVD-ROM, DVD-R, DVD-RAM und DVD+RW - annehmen. Laut OSTA-Chef Ray Freeman sollen in Zukunft alle DVD-Laufwerke beliebige DVD-Medien lesen können, auch von konkurrierenden Herstellern. Die unterschiedlichen Formate stifteten Verwirrung und seien für die schleppende Verbreitung der DVD-Technik verantwortlich. So mußten die Marktforscher von Dataquest ihre Prognose für die Verkaufszahlen von DVD-Writern deutlich reduzieren - von 17 Millionen auf 1,9 Millionen Stück im Jahr 2001. Grund ist in erster Linie die fehlende Kompatibilität. Allerdings sind auch kritische Stimmen zu vernehmen. So warnte Alan Bell, Programmdirektor für digitale Multimedia-Formate bei IBM, davor, zu viele Standards in einer einzigen Spezifikation zu bündeln. Das werde die Entwicklungskosten der Geräte in die Höhe treiben: http://www.osta.org/html/press/pr110199.html |
Ein Konsortium - die "DVD+RW Alliance" - aus Hewlett Packard (HP), Philips
und Ricoh hat auf der Comdex im November 2000 Prototypen eines DVD+RW-Rekorders
vorgestellt. Mit Laufwerken nach diesem Standard sollen sich wiederbeschreibbare DVDs
erstellen lassen, die von nahezu jedem handelsüblichen DVD-ROM oder DVD-Player gelesen
werden können. Sony, Mitsubishi/Verbatim und Yamaha sagten daraufhin die Entwicklung
entsprechender Speichermedien zu.
Bereits auf der Cebit 2000 hatte das Konsortium einen ersten Prototypen eines
Ricoh-Modells gezeigt. Die beteiligten Unternehmen hatten damals serienreife Produkte für
Ende 2000 angekündigt. Dieser Termin wird sich jedoch um mehrere Monate verschieben.
Ähnlich wie CD-RW-Laufwerke sollen die neuen DVD-RW-Laufwerke sowohl mit Medien
umgehen können, die nur einmalig beschreibbar sind, als auch mit solchen, die mehrmals
beschrieben werden können. DVD-RWs bieten mit 4,7 GByte eine Speicherkapazität, die der
von etwa sieben CD-ROMs entspricht.
Der Unterschied zum DVD-RAM-System besteht darin, dass solche DVDs auch in gängigen
DVD-ROM-Laufwerken und Standalone-Playern abspielbar sein sollen. (DVD-RAM-Laufwerke waren
zwar früher auf dem Markt, konnten sich aber nicht auf dem Massenmarkt durchsetzen.)
Für den Nutzer bieten diese Laufwerke die Möglichkeit zum Überspielen und Archivieren von VHS-Videos, die Aufnahme eigener Videos per digitaler Videokamera oder das Abspeichern von Datenmengen, die für CD-ROMs zu groß sind. Das Kopieren urheberrechtlich geschützter Filme will die Allianz allerdings verhindern: In alle DVD-RW-Laufwerke soll ein elektronischer Mechanismus integriert werden, der Raubkopien von Werken verhindert, die mit dem Kopierschutz CSS versehen sind.
Damit Medien nicht durch einen Buffer-Underrun (einen Abriss des Datenstroms zum Brenner) zerstört werden, soll wie bei vielen CD-Brennern das Schutzsystem "Just Link" in die Geräte integriert werden.
Microsoft schließt sich DVD+RW-Allianz an Im Kampf um das künftige Standard-Format für wiederbeschreibbare DVDs hat sich jetzt mit Microsoft ein wichtiger Player auf die Seite von DVD+RW gestellt, indem das Unternehmen der DVD+RW-Allianz beigetreten ist. Microsoft wird nach Angaben des Forums zufolge auch im Führungsgremium der Allianz vertreten sein. Bereits 2002 präsentierten die Redmonder auf der "Windows Hardware Engineering Conference 2002" Teile der kommenden Windows-Version, die DVD+RW unterstützen soll. Zudem will Microsoft auch das Mount-Rainier-Format fördern, welches für DVD+RW spezifiziert wurde. Der DVD+Allianz gehören neben Microsoft auch Dell,
Hewlett-Packard, Mitsubishi, Philips, Ricoh, Sony, Thomson und Yamaha
an. Der Schritt der Redmonder könnte auf Grund deren Marktmacht durchaus
darüber entscheiden, welches DVD-Format sich letztendlich durchsetzen
wird. |
DVD+RW-Allianz verabschiedet
gemeinsamen Standard Im Rahmen der Weiterentwicklung der DVD+RW-Technologien hat das DVD+RW-Konsortium auf
der CeBIT 2002 die endgültige Mount-Rainier-Spezifikation
vorgestellt. Diese Spezifikation wurde notwendig, um die verschiedenen Geräte und Medien
zueinander kompatibel und austauschbar zu halten. Zusätzlich ist mit diesem Verfahren das
einfache Wiederbeschreiben von DVD+RW-Medien möglich. Damit kann ein DVD+RW-Gerät mit
entsprechendem Medium genauso einfach als Back-Up-Medium benutzt werden, wie bisher
Floppy-Disks oder CDs. Zusätzlich stellen die Mitglieder der DVD+RW-Allianz eine Reihe
neuer Produkte vor. Die Laufwerke und Medien haben eine Speicherkapazität von 4,7 GByte
und unterstützen alle mit DVD+RW wiederbeschreibbaren Medien. |
Philips demonstriert den
ersten DVD+RW Videorecorder Bei dem neuen DVD+RW-Videorecorder wurde laut Philips höchstes Augenmerk auf die Kompatibilität mit bestehenden DVD-Abspielgeräten gelegt. Das Ergebnis ist eine Technik, mit der die Verbraucher ihre eigenen DVDs herstellen und sie sowohl auf vorhandenen als auch auf künftigen DVD-Videoplayern und PC DVD-ROM-Laufwerken abspielen können. Das DVD-Modell DVDR 1000 liefert Aufzeichnungen in digitaler Bild- und Tonqualität. Eine DVD+RW-Disc fasst 4,7 GB auf einer Disc-Seite und bietet vier verschiedene Aufnahmemodi:
Die eigens entwickelte Index Picture Screen-Funktion ermöglicht den blitzschnellen Zugriff auf die Aufzeichnungen. Ein Tastendruck auf die Fernbedienung ruft eine Übersicht der aufgenommenen Filme auf, wobei ein eingeblendeter Filmausschnitt das Auffinden der gewünschten Aufnahme noch einfacher macht. Sobald der Benutzer den Ausschnitt auswählt, beginnt das Gerät mit der Wiedergabe. Der Transfer digitaler DV-Camcorder-Bänder auf eine DVD+RW-Disc erfolgt über die digitale i.Link-Schnittstelle des DVDR 1000. Die bequem von der Frontseite her zugängliche i.Link-Eingangsbuchse ermöglicht die schnelle Überspielung der Bänder in perfekter Qualität bei rein digitaler Signalverarbeitung. Mit seinen internationalen Produktpräsentationen bereitet Philips den Boden für die Markteinführung des neuen DVD+RW-Videorecorders, die für das dritte Quartal 2001 geplant ist. Philips geht davon aus, dass sich die DVD+RW-Technologie schnell zum bevorzugten Format für digitale Videoaufnahmen im Consumer-Bereich entwickeln wird. Dank dieser Kompatibilität können Aufnahmen, die mit einem DVD+RW-Recorder gemacht
wurden, nicht nur auf dem Recorder selbst, sondern auch auf einem herkömmlichen
DVD-Videoplayer abgespielt werden - ein entscheidender Vorteil angesichts der rasant
fortschreitenden Verbreitung von DVD-Videogeräten. Selbstverständlich können die
Verbraucher mit dem neuen DVD+RW-Recorder auch ihre persönlichen Sammlungen von Audio-
und Video-CDs weiterhin abspielen. |
Beschreib- und löschbare DVD-Technik, die von Pioneer und Sharp gefördert wird.
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| DVD-Player
für Linux (Meldung vom 3.4.2000) Die US-Firma Intervideo will einen Software-DVD-Player für Linux-Computer auf den Markt bringen. Allerdings soll - entgegen den sonstigen Gepflogenheiten der Open Source Gemeinde - nicht der ganze Quellcode des Programms veröffentlich werden. "Lindvd" - so heißt die Software - soll das Abspielen von DVD-Filmen, interaktiven Titeln, MPEG-Videos und Video CDs für Linux-Benutzer ermöglichen, die ein entsprechendes Laufwerk haben. Lindvd soll im Frühsommer auf den Markt kommen und 29,95 Dollar kosten. Der
Marketing-Chef von Intervideo, Joe Monastiero, sagte, er wolle der Open Source Gemeinde
zwar so viele Informationen wie möglich zugänglich machen, "aber das CSS, Dolby und der Navigations-Code werden sicherlich
nicht Open Source sein. Wir tun das, damit es auf dem Markt einen legalen Player gibt, mit
dem auch die Industrie glücklich ist." |
DeCSS: CSS-Kopierschutz
ist geknackt Das gerade mal 60 Kilobyte große Programm "DeCSS" der norwegischen Hackertruppe MoRE (Masters of Reverse Engineering) sorgte Ende 1999 in der DVD-Industrie für helle Aufregung. Es erlaubt,
Natürlich war es nur eine Frage der Zeit, bis findige Cracker und Hacker den Kopierschutz der DVD umgehen können. Schließlich war auch der vom DVD-Forum eingeführte Area-Code (Ländercode), der Importe verhindern und somit die lokalen Märkte schützen sollte, kurz nach der Einführung der ersten DVD-Player geknackt. Aber erstaunlich war, wie einfach man es der norwegischen Cracker-Gruppe gemacht hat. In den Interviews verriet einer der drei MoRE-Hacker, der 15-jährige Gymnasiast Jon Johansen aus Norwegen, bereitwillig, woher der Player Key stammte: aus dem Software-Decoder XingDVD von Xing Labs. Die Tochterfirma von RealNetworks aus Seattle, die sich mit Video- und MP3-Playern einen Namen gemacht hatte, vergaß offensichtlich, ihre Player Keys zu verschlüsseln. So war es für das deutsche Mitglied der norwegischen Crackergruppe "MoRE" ein Leichtes, DeCSS zu entwickeln. Die Verträge des DVD-Forums mit den Decoder-Herstellern drohen nicht ohne Grund mit schweren Geldstrafen, falls jemand seine Schlüssel ungenügend schützt: Wie sich zeigen sollte, reichte ein einziger Player aus, damit das ganze Kartenhaus der CSS-Verschlüsselung zusammenfiel. Außerdem ist die US-Regierung in die Kritik geraten, die durch harte Exportbeschränkungen von Verschlüsselungstechnologien nur ein 40-Bit Verschlüsselungssystem zuließ. Dieses war jedoch schon bei der Einigung des DVD-Forums auf einen Standard im Dezember 1996 nicht besonders sicher und galt in Fachkreisen als zu schwach, um die DVD ernsthaft vor Piraterie zu schützen. Als schließlich Anfang November 1999 die Anwaltskanzlei Simonsen & Musaus als Vertreter er Motion Picture Association of America (MPAA) dem Sprecher von MoRE, Jon Johansen, unter Klageandrohung nahelegte, DeCSS aus dem Internet zu nehmen, war es bereits viel zu spät. Das Programm hatte sich wie ein Lauffeuer verbreitet. Und selbst eine weltweit eingeleitete Rechts-Kampagne Hollywoods gegen die Site-Betreiber, die DeCSS anbieten, kann lediglich noch Schadensbegrenzung betreiben. Die Beweggründe für das Dechiffrieren des Content Scrambling Systems waren ursprünglich eher edel als kriminell. Allein der Wunsch, einen DVD-Player für Linux zu entwickeln, führte dazu, dass DeCSS oder das vergleichbare Programm "DVD Speed Ripper" der russischen Cracker-Gruppe Drink Or Die (DOD) entstand. Denn seitens der großen Hersteller machte niemand Anstalten, der Linux-Gemeinde eine Abspielsoftware zur Verfügung zu stellen. Und so tüftelten schließlich Hobby-Programmierer selbst an einer Lösung ihres Problems. Dabei gab es keine andere Möglichkeit, als dem CSS-Schlüssel zu Leibe zu rücken, der sowohl auf der DVD als auch auf dem Player vorhanden sein mußte. Aber selbst wenn es rechtzeitig eine DVD-Player-Software für Linux gegeben hätte, wäre es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis dem CSS-Schlüssel der DVD ein ähnliches Schicksal geblüht hätte wie allen anderen Chiffrierungs- und Kopierschutzprogrammen der Vergangenheit. (Im Unterschied zum Speed Ripper enthält DeCSS einen kompletten Key, der alle 1999 auf dem Markt befindlichen DVD-Videos knackt.) Beide Programme legen die Daten einer DVD-Video entschlüsselt auf der Festplatte ab. DeCSS kann beispielsweise eine handelsübliche DVD mit 4,7 Gigabyte Größe auf einem Pentium-Rechner mit 500 MHz in nicht einmal 50 Minuten auf eine Festplatte übertragen; anschließend können die Dateien zu einem komprimierten MPEG-Videofilm zusammengefügt werden. Dieser ist nicht größer als 600 MB und steht der VHS-Qualität in nichts nach. Lediglich die interaktiven Elemente der DVD sind dann nicht mehr vorhanden. Der Aufruhr, den das Crack-Programm in den Filmstudios von Hollywood verursacht hat, ist verständlich. Selbst wenn man der DVD nur die halbe Zeitspanne der VHS-Kassette als Videostandard zurechnet, wird das neue Medium immerhin acht Jahre lang den Videomarkt beherrschen. der Weg:
Neben Brute Force Attacks auf die Keys entwickelte Stevenson einen Angriff, der sich eine immanente Schwäche des Verfahrens zu Nutze macht und der Disc ohne irgendeinen Schlüssel vorgaukelt, dass eine erfolgreiche Authentifizierung stattgefunden habe (Disk Key Hash Attack). Stevensons Beispielcode benötigt auf einem PIII mit 450 MHz weniger als 18 Sekunden, um den Disk Key zu ermitteln. Damit war und ist CSS Makulatur. Deutschland wenig betroffen Der deutschen Markt ist von dem Hack der CSS-Verschlüsselung deutlich weniger betroffen, als dies einige Medien darstellen, denn die meisten in Deutschland produzierten DVDs werden ohnehin nicht durch CSS geschützt. Die entsprechenden Lizenzen haben sich die Hersteller von DVD-Abspielgeräten und -Programmen als auch die Anbieter von DVD-Titeln gepaart. So sollen beispielsweise MAWA, Concorde und Kinowelt kein CSS verwenden; internationale Studios wie Universal, Disney, Warner und Fox verschlüsseln hingegen. vorläufiges FAZIT: Vorerst sind die Ergebnisse von DVD Speed Rippe und DeCSS noch keine echte Konkurrenz zur "normalen" DVD, denn die Informationen zur Menüsteuerung, Sprachauswahl und direkten Kapitelanwahl liegen nicht in den Datenströmen, die auf eine Festplatte überspielt werden können. Damit fehlen den gerippten Daten die besonderen Funktionen, die DVD-Benutzer an dieser Technik so schätzen. Um einen kopierten Film genauso abspielen zu können wie das Original, bräuchte man ein komplettes Image auf der Festplatte. In der Praxis stellt allerdings auch dies keine wesentliche Hürde dar - bis entsprechende Programme auftauchen, ist es bestimmt nur noch eine Frage der Zeit. Mehrere japanische Firmen verschieben Ende 1999 die geplante Auslieferung von DVD-Audio-Playern,
nachdem der Kopierschutz entschlüsselt und im Internet veröffentlicht hat. In der
Musikbranche ließ dies die Alarmglocken schrillen, denn die starke Nachfrage nach dem
neuen System, das dem Musik- und Filmliebhaber Ton und Bild auch zu Hause in
Studioqualität bieten kann, hatte große Umsätze und Gewinne in der Zukunft erwarten
lassen. Nachspiel: Prozess gegen DVD-Knacker geht es um freie Meinungsäußerung? Eine heftige Diskussion um das Recht auf freie Meinungsäußerung ist über der Entscheidung von acht Filmstudios entbrannt, vier Männer drei in New York, einen in Connecticut zu verklagen, weil sie im Internet Software bereitgestellt hatten, mit der der Verschlüsselungscode von DVDs geknackt werden kann. Die Studios, darunter Paramount, MGM und Disney, sagen, die Angeklagten hätten gegen den "Digital Millennium Copyright Act" (DMCA) von 1998 verstoßen, der das Knacken jeglicher Technologie, die zum Schutze kreativen Eigentums angewandt wird, zum Straftatbestand erklärt. Die Electronic Frontier Foundation, die die Beschuldigten bei der Verteidigung unterstützt, hingegen meint, bei dem Thema gehe es eigentlich um freie Meinungsäußerung und Rechte des ersten Verfassungszusatzes. Siehe auch:
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Damit die
hochwertigen DVD-Filme nicht als Vorlage für Video-Raubkopien mißbraucht werden können,
sind die meisten Titel mit einem Kopierschutz
versehen. Zudem besitzt jede DVD einen Regionalcode, der verhindern soll, daß ein Titel
außerhalb seines vorgesehenen Verkaufsbereichs abgespielt wird. So kann man etwa einen
für den US-Markt bestimmten Film (Regionalcode 1) auch nur auf einem in Nordamerika
gekauften DVD-Gerät abspielen.
Die Regionalcodes teilen die Welt übrigens in folgende sechs Bereiche auf:
Auch DVD-Laufwerke für PCs, die seit Ende 1999 / Anfang 2000 ausgeliefert werden, verfügen über einen Regionalcode:
Hat man ein RPC-2-Modell, dann kann man sich also nur noch dann einen Film ansehen, wenn die Codes von Laufwerk, DVD-Video und Abspiel-Software (Decoder) übereinstimmen. Ob in einem Laufwerk ein Regionalcode integriert ist, läßt sich mit Hilfe von Software - wie z.B. der englischsprachigen Freeware Drive Region Info 1.02 (im Download-Bereich) - feststellen.
DVD-Software
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bei Amazon (keine Mindestbestellmenge, versandkostenfrei ab 20 Euro):
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