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Übersicht:
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Privates
Surfen im Büro verschlingt Milliarden Nach einer Untersuchung des Softwareunternehmens Sterling Commerce entsteht den deutschen Unternehmen durch das private Surfen am Arbeitsplatz ein jährlicher Schaden in Höhe von rund 104 Milliarden Mark. Mehr als 60 Prozent der Mitarbeiter gehen mindestens einmal pro Tag aus persönlichen Gründen ins Internet. Jeder fünfte sogar mehr als zehnmal pro Tag. Auf ein Jahr umgerechnet, entsteht ein Arbeitsausfall von 17,2 Tagen je Mitarbeiter. Roland Ebert-Weglehner von Sterling Commerce warnt die Unternehmen, diese schleichende Kostenlawine zu ignorieren. Die Anlässe für privates Surfen würde immer umfangreicher, so dass der Schaden noch größer wird. "Je größer der Kreis der privaten Aktionäre, desto häufiger werden von ihnen tagsüber Börseninformationen abgerufen" Im Auftrag des NRW-Arbeitsministeriums hat der Kölner Arbeitsrechtler Peter Hanau die private Internetnutzung am Arbeitsplatz untersucht. Seine Empfehlung:
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DOS-Browser für Standardrechner Ein tschechisches Unternehmen hat seine Alternative zu den derzeit üblichen
umfangreichen Browsern (z.B. IE4.0/12MB) vorgestellt. Sie erlaubt auch einem kleinen
DOS-Rechner, den Weg ins multimediale Internet zu finden. |
Abkürzung für "INTERNET Explorer" - WWW-Browser von Microsoft.
Microsoft setzt sich weiter
gegen Netscape ab Microsoft hat sich mit seinem Internet Explorer offensichtlich endgültig gegen den einstigen Marktführer Netscape durchgesetzt. Nicht einmal jeder zehnte deutschsprachige Internet-Nutzer (9,1 Prozent) setzt heute noch den Netscape Navigator ein, so das Ergebnis der jüngsten W3B-Untersuchung von Fittkau & Maaß. Dagegen verwenden 89,3 Prozent mittlerweile eine Version des Microsoft Internet Explorer. Nach sechs Jahren hat sich damit das Verhältnis vollständig umgekehrt. Anfang 1996 war der Navigator des damaligen Marktführers mit 88,1 Prozent der Nutzer der favorisierte Internet-Browser, nur 3,3 Prozent gaben Microsofts Internet Explorer den Vorzug. Die Konkurrenten Microsoft und Netscape hatten sich in den vergangenen Jahren einen erbitterten Kampf um Marktanteile geliefert. Einer der Väter von Netscape, Marc Andreessen, erklärte nun aber Ende vergangener Woche den "Browser-Krieg" für beendet. Angesichts der Marktdominanz von Microsoft sei es unwahrscheinlich, dass sich an der jetzigen Marktaufteilung etwas zum Vorteil für Netscape ändern werde. Browser-Statistiken variieren allerdings sehr stark in Abhängigkeit von der jeweiligen
Stichprobe. Bei einem Angebot mit einem technisch orientierten Publikum sehen die
Marktanteile beispielsweise etwas anders aus. Bei den Usern von heise online etwa ist zwar
der Vorsprung Microsofts auch deutlich, aber nicht so übermächtig wie in der W3B-Studie.
Im Juni dieses Jahres lag der Anteil der Microsoft-Browser bei 65,7 Prozent. Netscape
(unter Einschluss von Mozilla) kam auf 22,6 Prozent, wobei Netscape 6/Mozilla gemeinsam
12,9 Prozent ereichten. Opera nutzten 8,2 Prozent der User. Alle Statistiken über
Browser-Zahlen sind natürlich mit Vorsicht zu genießen, da nicht nur die Vorlieben je
nach Zielgruppe variieren, sondern auch die Erkennung der Browser -- auch bei eindeutiger
Kennung trotz konfigurierbarer Angaben über den User-Agent in manchen Browsern -- nicht
immer sicher zu gewährleisten ist. |
Am 11. November wurde Mosaic Version 1.0.0 freigegeben. Mosaic war der erste "moderne" WWW-Browser, der Text und Grafik einer HTML-Seite integriert darstellen konnte. Ältere Software wie der Ur-Browser des WWW-Erfinders Tim Berners-Lee (siehe Word Wilde Web) oder der damals populäre Viola konnten zwar Grafik anzeigen, doch nur, wenn die Statthalter vom Anwender extra angeklickt wurden. Mit Mosaic begann das textorientierte WWW bunt zu werden. Der Browser lieferte den praktischen Beweis, dass das Web eine Sache für jedermann sein könnte. Mit Mosaic explodierten die Zugriffszahlen auf die damals verfügbaren Webseiten, die wie Pilze aus dem Boden sprießten. Und Mosaic lieferte das erste Beispiel dafür, wie man bis dato kostenlos entwickelte Internet-Software kommerzialisieren kann:
Ursprünglich war die Entwicklung von NCSA Mosaic ein normales Projekt der Software Group am NCSA (National Center for Supercomputing Applications) der Universität von Illinois. Diese Software-Gruppe entwickelte alle Tools, die die Wissenschaftler am NCSA brauchen konnten. Als einer der Top-Wissenschaftler nach der Lektüre eines Buches aus dem Verlag O'Reilly einen Browser haben wollte, wurde ihm dieser für die nächsten Wochen versprochen. Das Team, dass schließlich Mosaic entwickelte, wurde von Eric Bina und Marc Andreessen angeführt, wobei Bina der programmierende Kopf war und Andreessen der Vermarkter, der nach außen die Kontakte knüpfte. Als sich die beiden mit ihrem Projekt im Herbst 1992 erstmals auf WWW-Talk vorstellten, stießen sie mitten in eine angeregte Diskussion, ob Browser das Web quietschbunt wie ein Bilderbüchlein machen sollten, was die meisten Teilnehmer vehement ablehnten. Bina und Andreessen sahen ihre Chance, zumal beide an Workskations von Silicon Graphics arbeiteten und viel mit "NCSA Transform" zu tun hatten, dem damals leistungsfähigsten Bildkonverter.
In rascher Folge wurden über das Jahr 1993 hinweg Beta-Versionen von NCSA Mosaic entwickelt und zum Download freigegeben, mitunter zwei Mal pro Woche. Das Mosaic-Team bediente sich in akademischer Tradition bei der Konkurrenz, nahm etwa bei den Schaltknöpfen für die "Anfangsseite", das Navigieren "vorwärts" und "rückwärts" das Konzept von Viola, die "Lesezeichen" wiederum von Lynx, einem reinen Textbrowser. Die eigenen Leistung steckte vor allem in der Integration von Text und Grafik. Noch im Laufe des Jahres 1993 entwickelte sich Mosaic zu einem Selbstläufer sondergleichen. Ende 1993 waren 2 Millionen Kopien von Mosaic im Umlauf, die Downloadrate betrug 100.000 Kopien pro Monat. An Computern sonst uninteressierte Menschen meldeten sich zu Besuch an, weil es da "so ein Zeug gibt, mit dem man das Internet sehen kann", wie es häufig hieß.
Frühzeitig begann die Universität Illinois damit, die Software zu verkaufen. Beauftragt wurde zunächst die Firma Spyglass, die mit anderen NCSA-Produkten erfolgreich war, auch lizensierte man an Firmen wie Spry, die direkt aus studentischer Initiative entstanden. Im Jahre 1994 erwarb Microsoft von Spyglass eine unbeschränkte Generallizenz für 2 Millionen Dollar. 1995 gelang es Spyglass im Zeichen von Windows 95, den Kontrakt zu verbessern. Microsoft zahlte 98 Cents pro Kopie, verpflichtete Spyglass aber dazu, den Namen Microsoft geheimzuhalten und nicht an Microsoft-Konkurrenz zu verkaufen.
Als 28 Browser auf Mosaic-Basis in der Welt waren, stellte Mosaic Communications 1994 den 29. vor- Navigator 1.0:
Geleitet wurde Mosaic Communications von Jim Clark, der mit der schließlich zu Netscape umgetauften Firma einen formidablen Börsengang veranstaltete, an dem sich alle nachfolgenden Internet-Hypes orientierten. Mit 10 Millionen Kopien pro Jahr wurde Netscape Navigator aus dem Stand weg Marktführer bei den Browsern. Als 1996 der erste Internet Explorer (2.0) von Microsoft erschien, hatte Netscape einen Anteil von 86 Prozent.
Forscht man nun nach den Resten von Mosaic, so lassen sie sich am besten bei Mozilla finden, jenem Open Source-Projekt, das am 22.1.1998 gestartet wurde. "Mosaic meets Godzilla", war die Formel, aus der das grüne Monster entstand, das kontinuierlich verbessert wird. Bei Netscape gab man den Browser-War mit Microsoft verloren und wandelte sich zu einem "Portal". Für 4,2 Milliarden Dollar kaufte schließlich AOL im November 1998 die "Reste" von Netscape. "Mosaic war kein großes Stück Software, und in Vielem ist die konzeptionelle Leistung von Berners-Lee in der Entwicklung des WWW höher einzuschätzen", befindet Martin Campbell-Kelly, Professor für Softwaregeschichte "doch Mosaic brachte den Knoten zum Platzen. Revolutionen sind meistens sehr einfach gestrickt."
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